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DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR HAUSWIRTSCHAFT e.V.

 
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Erwerbs- und Sorgearbeit gemeinsam neu gestalten

Hauswirtschaft im Gutachten für den zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung prominent platziert

Frauen leisten täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Tätigkeit für andere als Männer: Mit der Erziehung von Kindern, mit der Pflege von Angehörigen, mit Ehrenämtern und Hausarbeit. Das geht aus dem Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht vor, das Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig am 07.03.2017 mit der Vorsitzenden der Sachverständigenkommission Prof. Dr. Eva Kocher vorgestellt hat. Hierzu hat die Sachverständigenkommission eine neue Kennzahl entwickelt. Den Gender Care Gap, der derzeit bei 52,4 Prozent liegt.

Das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Männern ist laut Gutachten der Sachverständigen noch nicht erreicht. So wenden Frauen deutlich mehr Zeit für unbezahlte Tätigkeiten im Haushalt und für die Familie auf als Männer. Frauen erzielen pro Stunde und auch über den Lebensverlauf hinweg weniger Einkommen. Die Sachverständigenkommission bewertet diese Lohn- und Sorge-Lücke als Zeichen ungleicher Verwirklichungschancen von Frauen und Männern.

"Die Bundesregierung hat in dieser Legislaturperiode vieles umgesetzt und angestoßen, damit Gleichberechtigung tatsächlich in der Lebenswirklichkeit der Menschen ankommt. Es bleibt aber noch viel zu tun: Wie der Gender Care Gap zeigt, müssen wir dafür sorgen, dass die Care-Arbeit nicht zum großen Teil allein von Frauen erbracht wird. Dabei hilft auch meine Idee der Familienarbeitszeit mit dem Familiengeld", machte Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig deutlich. "Hinzu kommt, dass wir gerade jene Berufe, in denen mehrheitlich Frauen arbeiten - wie in der Pflege und im sozialen Bereich - aufwerten und stärken müssen. Deshalb ist es wichtig, dass das Pflegeberufegesetz bald zum Abschluss gebracht wird, ebenso wie das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit."

Das Gutachten für den Zweiten Gleichstellungsbericht wird von dem roten Faden durchzogen, dass Erwerbs- und Sorgearbeit zusammen gedacht werden müssen, wenn Gleichstellung erreicht werden soll. Das Gutachten betrachtet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Erwerbsarbeit, Pflege, Kinderbetreuung und Hausarbeit.

Auch die Hauswirtschaft findet sich an verschiedenen Stellen im Gutachten wieder, an denen auf die Bedeutsamkeit professioneller Sorgearbeit und der entsprechenden Berufe verwiesen wird. Für eine schnelle Erfassung all dieser Berufe wurde (analog zu den sog. MINT-Berufen) eine neue Abkürzung entwickelt:

SAHGE steht für SozialeArbeit, Haushaltsnahe Dienstleistungen, Gesundheit + Pflege, Erziehung

Das Gutachten zum zweiten Gleichstellungsbericht können Sie hier herunterladen:
Externer Link zu:Gleichstellungsbericht.pdf Gleichstellungsbericht.pdf Adobe PDF-Document (1.303 KB)
Zur genaueren Definition der SAHGE-Berufe lesen Sie dort ab S. 86.
Für einen kurzen Überblick eignet sich das
Externer Link zu:Themenblatt3_ Aufwertung_der_Sorgearbeit.pdf Themenblatt 3: Aufwertung der Sorgearbeit Adobe PDF-Document (248 KB)

Weitere Informationen finden Sie unter: Externer Link zu:http://www.gleichstellungsbericht.de www.gleichstellungsbericht.de

Themenblätter zum Sachverständigengutachten Zweiter Gleichstellungsbericht: Externer Link zu:http://www.gleichstellungsbericht.de/de/topic/7.presse.html www.gleichstellungsbericht.de/de/topic/7.presse.html

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